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Mind Mapping im Bildungsbereich

Lehrer und Schüler zeichnen schon viele Jahre lang Konzeptmaps und Mindmaps auf Papier. Mit visuell orientierter Software, insbesondere mit Mind Mapping Programmen, wurde es deutlich einfacher, Konzepte mit Hilfe von Ideen an Zweigen zu entwickeln. Zum einen wurde so das Erstellen von wesentlich größeren Mindmaps möglich, zum anderen wurde das Neuanordnen von Zweigen – hier einfach per Drag & Drop – wesentlich erleichtert. Außerdem bieten einige Mind Mapping-Programme eine Integration in MS Office, durch die Schüler ihre Ideen in andere Programme, z.B. Word oder PowerPoint, übernehmen können. Im Bildungsbereich wird Mind Mapping u.a. für Folgendes eingesetzt:

  • Brainstorming Sessions
  • Visualisieren von Konzepten
  • Verbessern des Kritischen Denkens
  • Entscheidungsfindung
  • Verbessern von Lese- und Schreibfähigkeiten
  • Forschungs- oder Abschlussarbeiten
  • Entwerfen von Schriftdokumenten
  • Drehbücher für Präsentationen
  • Projektmanagement

Mind Mapping – Untersuchungen und Pilotstudien

Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass das Arbeiten mit Mindmaps den Schülern hilft, Ihre Ideen zu organisieren und Konzepte besser zu verstehen. Da herkömmliche Entwürfe sequentiell aufgebaut sind, kann das Arbeiten hiermit deutlich schwieriger sein, vor allem für Schüler, die mit strukturiertem Arbeiten Schwierigkeiten haben. Mind Mapping ist damit verglichen eine freiere, nicht-sequentielle Methode, um Materialien zu organisieren. Das macht den Prozess kohärenter, vor allem für Schüler, die nicht prozess-, sondern visuell orientiert sind. Mind Mapping ist auch als hilfreiche Methode für Studenten anerkannt, die unter div. Formen von Autismus (Asperger-Syndrom) oder an Legasthenie leiden.

Eine Studie des National Reading Panel (NRP) im Jahr 2000 (Teaching Children to Read: An Evidence-Based Assessment of the Scientific Research Literature on Reading and its Implications for Reading Instruction) zeigte, dass Werkzeuge zum visuellen Organisieren eine der 7 effektivsten Methoden zur Steigerung der Merkfähigkeit von Schülern sind.

Das Institute for the Advancement of Research in Education (IARE) führte im Jahr 2003 eine Forschungsstudie namens Graphic Organizers: A Review of Scientifically Based Research durch. Die Studie ergab, dass grafische Organizer Folgendes bewirken:

  • Verbessern des Verständnisses beim Lesen
  • Positive Auswirkungen auf die Ergebnisse der Schüler
  • Verbesserte Denk- und Lernfähigkeiten
  • Erhöhte Merkfähigkeit
  • Unterstützung der Kognitiven Lerntheorie

"Das Organisieren von Ideen in grafischen Mustern wurde jahrelang von kognitiv Lehrenden erforscht. Mind Mapping baut eine Prozessstruktur oder “Map” (Karte) über dem Inhalt des von einer Person gesammelten Materials auf und organisiert es so für die Weiterentwicklung. Konstruktivismus ist, einfach ausgedrückt, die Philosophie, dass wir lernen, indem wir neue Konzepte und Ideen in Beziehung zu unseren eigenen Erfahrungen setzen. Mind Mapping spiegelt diese Konstruktivismustheroie wider. Forschungen haben ergeben, dass das Entwickeln von Mindmaps Denken, Gedächtnis und Lernfähigkeit verbessert. Vor kurzem hat Lehigh ein Softwareprogramm namens MindView erworben, das die Idee des Mind Mapping auf eine ganz neue Ebene hebt."

- Johanna Brams, MSEdT, Lehigh University


Eine Pilotstudie für Schüler im Bereich Krankenpflege wurde von David A. Boley, Professor an der John Hopkins Universität durchgeführt: Die Schüler wurden in zwei Gruppen aufgeteilt; eine davon verwendete Mind Mapping und Mindmap-Vorlagen für verschiedene Projekte, die andere arbeitete mit herkömmlichen Methoden. Die Studie ergab, dass vorgefertigte Mindmaps:

  • das Lernen durch Simulation signifikant verbesserten
  • die Lernerfahrung positiv beeinflussten
  • zu um 12% verbesserten Testergebnissen führten

Nachdem die Gruppe, die ursprünglich ohne Mind Mapping gearbeitet hatte, mit dieser Methode vertraut gemacht wurde, verbesserten sich deren Ergebnisse auf gleiche Weise.